IG-DU

Interessengemeinschaft Spur 1 Duisburg

Kurioses bei der (Modell)Bahn

Gleisbau   

Murphys Gesetz (englisch Murphy’s Law) bei der Modellbahn

Murphys Gesetz ist eine auf den US-amerikanischen Ingenieur Edward A. Murphy jr. zurückgehende Lebens-weisheit, die eine Aussage über menschliches Versagen bzw. über Fehlerquellen in komplexen Systemen macht.

Murphys Gesetz lautet: „Whatever can go wrong, will go wrong.“ - „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“

Auf unser Hobby Modellbahn trifft Murphys Gesetz oftmals in seiner ganzen schonungslosen Härte zu. Das liegt sicher auch in der technischen Komplexität des Ganzen begründet. Die folgenden Murphy-Regeln für den Modellbahner zeigen, wie hart Planung, Bau, Betrieb und Wartung einer Eisenbahnanlage wirklich sind:

  • Jede Weiche funktioniert perfekt – bis sie fest in die Anlage eingebaut wird.
  • Ein Zug entgleist grundsätzlich auf der am schlechtesten zugänglichen Stelle der gesamten Anlage.
  • Eine Kupplungsfeder geht genau über einer Weichenzunge der wichtigsten DKW verloren, sodass in der nächsten Minute mindestens drei Züge entgleisen.
  • Die abgesprungene Feder eines E-Lok-Pantographen ist zwar nahezu unsichtbar, löst aber einen Kurzschluss aus, dessen Ursachensuche mindestens 36 Stunden dauert.
  • Die Kupplung reisst grundsätzlich an der obersten Stelle der Rampenstrecke, sodass der Zug unaufhaltsam in der Talsohle von der Anlage fliegt.
  • Kleine und teure Modellbahn-Ersatzteile findet man wieder, nachdem der Postbote tags zuvor die Ersatzbestellung geliefert hat.
  • Windows und das Modellbahn-Steuerungsprogramm haben sich zwar aufgehängt, aber alle Züge fahren so lange unbeirrt weiter, bis sämtliche Unfall-Möglichkeiten auch tatsächlich stattgefunden haben.
  • Ersatzteile werden ganz besonders dann benötigt, wenn sie der Hersteller  gerade als „nicht lieferbar“ gekennzeichnet hat.
  • Grundsätzlich beim letzten Waggon blockieren die Räder und er lässt sämtliche Wagen zwischen ihm und der Lok im nächsten Gleisbogen entgleisen.
  • Keines der in der Restekiste befindlichen Gleiselemente lässt sich für die geplante Erweiterung des Anlageteils sinnvoll einsetzen.
  • Die beiden Güterzüge mit der Lademassüberschreitung können sich auf der Anlage theoretisch nicht begegnen … praktisch aber doch.
  • Die Anlage im Modellbahnclub läuft nach jahrelanger Arbeit perfekt – ausser wenn Gäste da sind und etwas vorgeführt werden soll.
  • Die schönste Lokomotive für den prachtvollsten Zug hat immer die bescheidensten Fahr- und Regelungseigenschaften.
  • Die Modellbahn-Lok, die aufwändig mit einem Digitaldecoder nachgerüstet wurde, erscheint nach Fertigstellung der Arbeiten ab Werk inklusive Digitaldecoder zum halben Preis.
  • Nachdem endlich sämtliche Probleme im Betrieb mit der Steuerungssoftware behoben sind, erscheint eine komplett neue Version, die alle alten Fehler behebt. Aber dafür doppelt so viele neue Fehler mitbringt.